Bitte öffnet den Benzinhahn! Es geht los!

Nach dem Einzelstart geht`s Richtung Vor-Eifel. Zunächst gibt uns der Rhein die Strecke vor aber dann weisen die fruchtbaren Felder der Tiefebene den Weg Richtung Berge.


Wir erreichen Rheinbach, erinnern uns kurz  an die erholsamen, geradlinigen Strassen durch die grünen Feldauen. Aber bald müssen die Pferdchen unter der Haube zeigen, was sie drauf haben und werden beweisen, dass auch alte Gäule bei bester Pflege noch immer Gipfelstürmer sind. Auch die Beifahrer werden staunen, was in den Armmuskeln des nun kräftig arbeitenden Piloten steckt.  Kurven, Kehren und einige Serpentinen fordern hier die ganze Aufmerksamkeit und manche Grünstreifen kommen recht nahe an den Türholm oder die Fußraste. 

 

Schließlich erreichen wir mit Geschick und ohne Hektik die Ahrhöhen. Unter uns reift bereits der Wein an den steilen Hängen und gerne würden wir die Tropfen der Vergangenheit genießen. Aber nicht hier und jetzt. Denn wir wollen auch zukünftig und übermorgen den vollen Genuss unseres Untersatzes auskosten.


Vielleicht finden wir auf einer der Höhen alle genügend Platz einmal anzuhalten,  sammeln uns wieder und können kurz auszusteigen. Wir lauschen beim Betrachten der Eifel, wie das Metall der Motoren leise knistert und manch einer erkennt am Duft des heißen Öls, mit welchem Viskositätsgrad die Getriebewanne gerade durchflutet wurde.


Ungeduldig wird der Bürgermeister vom Aremberg uns „Abgesandte der Kultur in der Sackgasse“ in seiner Sonntagsrobe in Aremberg erwarten und wir werden nach der anstrengenden Ausfahrt gerne auch hier die Eifelkultur in vollen Zügen aufsaugen. Denn er hat sich extra für uns Zeit genommen und erklärt uns die geheimnisumwitterte alte Pfarrkirche von Aremberg.

 

Hier trifft nun die Sackgassenkultur und die „Gräflich-arembergische Kultur“ aktuell aufeinander. In der Burgschänke sind wir willkommen. Esskultur! Denn der Wirt und Hotelier Rudi Boes ist wie wir ein Auto-Narr, und es schlummern einige automobile Schätze in seinen Gemäuern. Hier lassen wir es uns gut gehen und genießen das rustikale Buffet bis zu unserer Rückfahrt nach Köln-Weiss.

 

Achim Schauerte